![]() | Bund Naturschutz Alb-Neckar e.V. |
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| Bezirksgruppe Reutlingen Einzugsgebiet: Landkreise Reutlingen, Tübingen, Sigmaringen, Raum Stuttgart | ||
| Ansprechpartner: | |||
Horst Geupel | Dr. Konrad Münch | ||
| «Hochwasser auf dem Vulkan»
Im Bereich der Uracher Alb wurde vor ca. 15 Mio. Jahren die Schwäbische Alb durch aufsteigendes Magma durchlöchert. An vielen Stellen in dieser Gegend versuchte der «Schwäbische Vulkan» die Alb zu durchstoßen.
Anschließend hat die oberflächlichen Abtragung der Alb dieses magmatische Gestein freigelegt. Man findet es heute z.B. in Form von Kegelbergen wie den Georgenberg bei Reutlingen.
Auf der Albhochfläche sind Feuchtbiotope für dieses Gestein Viele Orte auf der sonst sehr trockenen Schwäbischen Alb verdanken ihre Existenz diesen zuverlässigen Wasserspeichern. Im letzten Jahrhundert fielen jedoch viele dieser Biotope Maßnahmen zur Trockenlegung zum Opfer. Auch das Upfinger Ried blieb von solchen Versuchen nicht verschont. Anfang de Achtziger Jahre führte der BNAN zusammen mit der Ortsgruppe Köngen des DBV (heute NABU) eine Bestandsaufnahme durch und erkannte den ökologischen Wert dieses Gebietes. Nach und nach wurden vom BNAN Grundstücke im Ried aufgekauft und in Zusammenarbeit mit dem Flurneuordnungsamt Tübingen gelang es, das komplette Upfinger Ried in einer Größe von 5,5518 Hektar zu erwerben. Im Jahr 1995 wurde das Ried als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Der Pflegetrupp des BNAN unter Führung von Georg Hägele pflegt laufend das gesamte Gebiet.
Insgesamt wachsen dort 153 Pflanzenarten, von denen 15 auf der Roten Liste stehen. Von besonderer Bedeutung ist das hier gezeigte Steinröschen (Daphne cneorum). Unter den Pflanzen der artenreichen Albflora hat es besondere Beachtung gefunden, da es von seinem ohnehin begrenzten Verbreitungsgebiet immer weiter verdrängt wird. Auf diesem Grundstück kommt der ebenso äußerst seltene Weißdolchbläulingfalter vor.
Wenn Sie gerne selbst mit anpacken wollen, sind Sie herzlich willkommen! Pflegetrupps arbeiten im Herbst und Winter regelmäßig auf den Grundstücken des BNAN. Wenden Sie sich an: |